Für Sportliche – das große Samsung Galaxy S6 edge+

Samsung Galaxy S6 edge+Samsungs Flaggschiff ist nochmals gewachsen. 5,7 Zoll oder 14,39 cm misst das AMOLED-Display des Galaxy S6 edge+ in der Diagonale. Inzwischen ist Samsung bei der Verarbeitungsqualität auf Augenhöhe mit Apple, beim Design haben sie die Amerikaner sogar überholt. Gleichzeitig ist das edge+ größer, hat die höhere Bildschirmauflösung und ist mit 153 leichter als das iPhone 6S plus. Das Smartphone der Südkoreaner liegt perfekt in der Hand und sieht hochwertig aus. Der auf beiden Seiten abgerundete Bildschirm ist ein Hingucker und auch ein netter Effekt beim Lesen von Texten und Betrachten von Bildern.

Der Doktor in der Tasche

Die technischen Wert sind beeindruckend, die stehen weiter unten. Die sportlichen Werte finde ich viel spannender. Das Galaxy S6 edge+ ist für Menschen, die ihre sportlichen Aktivitäten oder nur ihr Bewegung aufzeichnen wollen, ein idealer Begleiter. In Sachen Gesundheit zeichnet Samsungs S Health Puls, Sauerstoffsättigung und Stress-Level auf. Wie geht das? Ein optischer Sensor und ein LED-Licht auf der Rückseite, gleich neben der Kamera durchleuchten die oberste Hautschicht eines Fingers und können so auswerten bzw. berechnen, wie gestresst man ist, wie viel Sauerstoff im Blut enthalten ist oder wie schnell das Herz schlägt. Beeindruckend. Die Mediziner unter Euch mögen aufschreien, wie ungenau diese Messmethoden sind. Aber darum geht es gar nicht. Die Funktion schafft ein Bewusstsein für die eigene Gesundheit und das Smartphone hat man auch immer dabei, so dass man über einen längeren Zeitraum Daten sammeln und vergleichen kann. Zwei Mal im Jahr den Puls beim Arzt checken lassen, kann nicht so aussagekräftig sein, wie eine Trendlinie über sechs Monate, die zeigt, wie sich der Herzschlag während einer Diät oder eines Lauftrainings verändert hat.

Sport Körperwerte Puls Stress Samsung Galaxy S6

Fingerabdrucksensor für mehr Sicherheit

An derartige Daten sollen Dritte nicht kommen, nicht mal einen flüchtigen Blick darauf werfen können. Darum finde ich den Fingerabdrucksensor auf der Home-Taste ganz hervorragend. Er kann zum Entsperren und für mobile Bezahlsysteme genutzt werden. Bis zu vier verschiedene Fingerabdrücke einer oder mehrerer Personen speichert das System und erkannte sie im Test auch ganz hervorragend. Die App MyKnox ist Samsungs Sicherheitsapp für sensible Daten, Passwörter und komplette Apps. Falls man Mobile Banking macht, liegt die Anwendung hier in einem gesicherten Bereich, der erst vom Nutzer per Fingerabdruck, PIN oder Muster freigeschaltet werden muss. Auch die Löschung von Daten aus der Ferne ist mit MyKnox möglich. Für den Dienst muss man sich allerdings mit einer Mailadresse registrieren.

Kabelloses Laden der Batterie

Die 3.000 mAh fassende Batterie verfügt über eine Schnellladefunktion, die aber nur mit mitgeliefertem Netzteil und Kabel funktioniert. Da ich immer an unterschiedlichen Stellen laden (Zuhause, im Büro), kann ich über die Funktion wenig schreiben. Morgens war die Batterie (3.000 mAh) für den Tag geladen – das hat wunderbar ausgereicht. Ich bin inzwischen ein Riesen-Fan des induktiven Ladens. Da Samsung den Qi-Standard unterstützt, konnte ich das Smartphone einfach auf meinen Holzpuk von Fone Salesman legen und schon floß die Energie – ganz ohne Ladekabel.

induktives Laden Smartphone

Gut informiert

Wischt man auf der Startseite nach rechts, öffnen sich Artikel aus Flipboard. Die Nachrichten(-Quellen) kann man seinen Vorlieben anpassen. Ich finde die Darstellungsart der App sehr angenehm und habe sie nicht deinstalliert. Samsung und der Springer Verlag arbeiten mit upday an einer ähnlichen Nachrichten-App. Die Beta-Version kann man bereits ausprobieren.

Ebenfalls praktisch für Schlagzeilen ist die gebogene Bildschirmseite (edge). Hier können Meldungen von Medien als auch Mitteilungen angezeigt werden. Das können Nachrichten bestimmter Personen, Mails, Anrufe in Abwesenheit oder spezielle Edge-Feeds aus dem Galaxy-App-Store sein. Letztere sind meist kostenpflichtig, aber die Bild-Schlagzeilen gibt es kostenlos. Praktisch finde ich die Nachtuhr in „der Biegung“. Liegt das Smartphone  neben dem Bett, blickt man auf eine matt-weiß leuchtende Zeitanzeige, was angenehm und praktisch ist.

Beeindruckende Foto- und Video-Kamera

Die 16 Megapixel-Kamera ist erfreulich schnell aufnahmebereit (>0,7 Sek.). Das riesige Display ist als Sucher sowie später auch für die Bildbearbeitung natürlich enorm praktisch, dank seiner Größe und Leuchtkraft. Die Fotokamera (F1,9 Blende) ragt zwar ein wenig aus der Rückwand heraus, doch anders als beim iPhone 6, wackelt das Galaxy S6 edge+ nicht, wenn es auf dem Tisch zum Tippen liegt. Fotos werden in Serie, als Panorama, Virtual Shot (360 Grad), mit HDR oder Selbstauslöser geschossen.

Die Videokamera macht dank Stabilisator ruhige Aufnahmen. Die Linse schafft sogar Filmaufnahmen in Ultra HD (3.840 x 2.160 Pixel). Jetzt weiß man endlich, was man auf dem neuen 4K-Fernseher schauen soll … Zeitlupe, Zeitraffer, Live-Broadcast und Videocollage runden die Video-Funktionen ab.

Das Galaxy S6 edge+ hört auf´s Wort

Bei der Steuerung per Stimme hat man die Wahl: Entweder man verwendet die Standardfunktion in Android („Ok, Google“), mit der sich nicht nur Suchen, sondern auch Nachrichten oder Wiedergaben aktivieren lassen. Oder man probiert mal S Voice, Samsungs Pendant zu Apples Siri, aus. Das muss muss zunächst in den Einstellungen aktiviert werden. Soll das Smartphone auf einen Sprachbefehl reagieren, tippt man entweder doppelt auf die Home-Taste oder man legt einen Aufweck-Wort fest (sollte mindestens vier Silben haben). Das bedeutet aber auch, dass das Mikrofon ständig „lauschen“ muss, um den gesprochenen Befehl nicht zu verpassen, was mit Sicherheit Auswirkungen auf die Batterie-Laufzeit hat. Neben einer kurzen Nachricht oder der Aktivierung einer App nutze ich die Sprachoption sowieso selten. Die Menschen im Umfeld schauen einfach immer komisch, wenn man mit seinem Gadget redet.

Gerät mit oder ohne Vertrag kaufen?

Der Preis für die 32 GB-Variante liegt ohne Vertrag bei 750 Euro. Wer wenig telefoniert, findet hier bereits Datentarife mit 3 GB im LTE-Netz (42 Mbit/s) für 14,90 Euro pro Monat (9 Cent / Gesprächsminute oder SMS). Bei den großen Mobilfunkprovidern liegt der subventionierte Gerätepreis zwischen 20 und 190 Euro. Hinzu kommen Verträge zwischen 50 und 60 Euro monatlich für eine Laufzeit über 24 Monate. Es ist ein Rechenexempel, was letztendlich günstiger ausfällt. Dazu muss man allerdings sein Nutzungsverhalten (Datenmenge und Telefonminuten) bereits vor der Anschaffung kennen. Für den Kauf ohne Vertrag spricht: Bereits vor Ablauf der zwei Jahre kann man das Gerät verkaufen und auf ein anderes Modell wechseln. Wer auf subventionierte Endgeräte verzichtet, kann bei seinem Provider in der Regel noch ein „Goodie“ bzw. eine Tarifreduktion verhandeln.

Die technischen Daten:

gewölbtes
Display:
5.7” Quad HD Super AMOLED mit 2.560 x 1.440 Pixeln bei 518 ppi, Leuchtkraft 600 cd/m²
Prozessor:Octa Core (2.1GHz Quad + 1.5GHz Quad), 64 bit Prozessor, 14 nm Process
Material:Gorilla Glas 4 an Vorder- und Rückseite, Aluminium-Gehäuse
Speicher:32 GB (LPDDR4-Arbeitsspeicher)
Kamera:F1.9-Blende, 16 Megapixel Hauptkamera, 5 Megapixel Frontkamera
Maße / Gewicht:154,4 (H) x 75,8 (B) x 6,9 (T) mm, ca. 156 g
Android:5.1.1 Lollipop

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Der Android-Fan verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Internetseite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.