Icecream Sandwich – Musik, Filme und Haushaltssteuerung

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O lüftete das Management Pläne des Suchriesen, wohin die Reise geht. Mit Honeycomb 3.1 kommt eine neue Version des OS für Tablets, im Android-Market werden Spielfilme verliehen und es startet die Betaphase eines Musikdiensts in der Wolke. Außerdem sollen Android-Geräte bald Licht, Heizung und Waschmaschine im Haushalt steuern.

Videothek

Die stationäre Videothek hat endgültig ausgedient. Neben dem Angebot bei YouTube.com/movies bietet Google auch im Android Market Leihfilme an. Anfänglich nur in den USA. Die Konditionen sind wie bei Apple: 30 Tage Zeit zum Start des Films, läuft er, bleiben 24 Stunden für die Wiedergabe – so oft man mag. Die Preise liegen zwischen 1,99 und 3,99 Dollar. Die Filme liegen auf Servern bei Google. Sie werden auf einen Computer, Fernseher, Tablet oder Smartphone gestreamt. Wer im Flieger einen Film schauen will, kann ihn zum Download markieren und lokal speichern. Ansonsten erfolgt der Abgleich über das Google-Konto. Währen der Leihzeit kann man den Film also auf unterschiedlichen Geräten anschauen.

 

Mach mal das Licht an

Mit Android@home will Google das „intelligente Heim“ endlich Realität werden lassen. Tablets und Smartphones sollen schon bald Stereoanlagen, Heizungen, Waschmaschinen und Lampen steuern. Dazu hilft Google Herstellern den Geräten beizubringen, „auf Android zu hören“. Erster Kooperationspartner ist ein amerikanischer Glühbirnenhersteller, der eine LED-Leuchte auf den Markt bringt, die sich mit einer App steuern lässt.

Aber auch außerhalb von Wohnungen und Häusern soll Android mit anderen Geräten kommunizieren. Android Open Accessory (ADK) nennt sich die Hardware. Es ist eine kleine Leiterplatine, die Befehle übersetzt. Beispiel war ein Trainingsfahrrad im Fitnessstudio. Mit dem Smartphone kann man sein Trainingsprogramm spielerisch gestalten. Aber auch große Maschinen, Zugangskontrollen und andere Dinge lassen sich via ADK steuern.

Neue Android-Versionen

Seit gestern gibt es mit Honeycomb 3.1 eine neue OS-Version für Tablets, die in den USA anfänglich viaVerizon auf Motorola Xoom Tablets ausgeliefert wird. Mit etlichen Hardwareherstellern der Handset Alliance wurde vereinbart, darunter auch T-Mobile und Vodafone, dass OS-Versionen mindestens 18 Monate nach Marktstart eines Geräts darauf laufen und unterstützt werden. Auch sollen Updates schneller von den Providern umgesetzt werden. Das sind die Hauptärgernisse bei Android: Langes warten auf Updates durch die Hardware-Hersteller oder zu schnell auslaufende Update-Möglichkeiten, weil die Hardware bereits veraltet ist.

Bei Honeycomb 3.1 lassen sich Widgets mit dem Finger skalieren, beispielsweise wenn das Fenster für Mails oder Termine zu klein ist. Bei Videokonferenzen mit zwei Teilnehmern auf einer Seite, erkennt die Kamera wer spricht und zoomt automatisch auf den Sprecher. Das Tablet wird zum USB-Host. Es lassen sich per USB-Kabel Tastaturen, Kameras oder Game-Controller an ein Tablet anschließen. Das OS wird auch auf Google TV eingesetzt, dort hat man auch Zugriff auf den Market.

Viele Neuerungen werden auch in der nächsten Version mit dem Dessert-Namen Icecream Sandwich enthalten sein. Googles Priorität dabei: Apps sollen auf allen Endgeräten gleich gut aussehen und funktionieren.

Erfolgszahlen

  • Seit dem Start von Android im Oktober 2008 wurden 100 Millionen Geräte mit dem Betriebssystem verkauft.
  • Geräte: 36 Hardware-Hersteller bieten 310 unterschiedliche Modelle (Smartphones, Tablets) in 112 Ländern an.
  • Pro Tag werden 400.000 Android-Geräte aktiviert.
  • Es gibt 200.000 Apps, die bislang 4,5 Milliarden Mal heruntergeladen wurden.
  • Weltweit entwickeln 450.000 Menschen für Android.

Die Keynote in voller Länge:

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