Xiaomi – der Apple-Klon aus China wächst rasant schnell

Xaomi SmartphonesEs ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Xiaomi ist nach Samsung bereits der wertvollste Android-Gerätehersteller. In verkauften Stückzahlen zählt das Unternehmen bereits als drittgrößter Smartphone-Hersteller – weltweit. Dabei wurde das chinesische Unternehmen erst 2010 gegründet. Die Smartphones und 3D-Fernseher werden vorwiegend in China und den umliegenden Ländern vertrieben. Seinen Hauptsitz hat das Unternehmen inzwischen jedoch nach Singapur verlegt.

Xiaomi

Wachstum um jeden Preis

Gründer und CEO Lei Jun setzt auf Größe. Laut Forbes ist Xiaomi derzeit auf Investorensuche, Geldgeber sollen den Firmenwert weiter „aufpumpen“ und so Freiräume für noch mehr Wachstum schaffen.  2013 wurden rund 18 Millionen Smartphones abgesetzt. Allein im dritten Quartal 2014 waren es bereits 19 Millionen. Um auch außerhalb Chinas zu expandieren hat sich Lei Jun einen bekannten Kopf geholt. Hugo Barra war zuvor bei Google Vice President of Android Product Management. Weitere Manager kommen von Microsoft, Google, Kingsoft, Motorola und Yahoo.

Xiaomi setzt auf Mi

In Sachen Aussprache stellt der Firmenname die meisten Menschen außerhalb Asiens vor Schwierigkeiten. Darum heißt die Smartphone-Marke einfach nur Mi. Das funktioniert fast überall und läßt sich leicht mit Beudeutung füllen. Gelungen ist die Beschreibung auf der Herstellerseite: „The “MI” in our logo is short for Mobile Internet. But it also has other meanings, one of which is “Mission Impossible” because upon establishing Xiaomi, there were many obstacles to overcome and many critics thought what we wanted to accomplish was quite impossible at that time.

Dank dem Design seiner Geräte, den Produktseiten und dem Auftreten von CEO Lei Jun bei Präsentationen (siehe Video) wird Xiaomi auch „Apple von China“ genannt. Selbst das berühmte „One more thing…“ von Steve Jobs kopierte Lei Jun während der Präsentation des Smartphones Mi 4 im Sommer 2014. Das Design dürfte bei den Chinesen gut ankommen, aber noch besser wird ihnen der Preis gefallen. Das Flaggschiff-Modell Xiaomi Mi 4 mit 16 GB startet im Versandhandel bei 399 Dollar und nicht 649 Dollar bei Apples iPhone 6.

Die Entwicklung von Unternehmen wie Xiaomi macht deutlich, das China nicht länger nur „Werkbank“ für die Unternehmen aus Industrienationen sein will. Man möchte nicht mehr nur Smartphones als Auftragsarbeit „zusammenschrauben“, sondern eigene entwickeln, auch wenn man dafür Erfolgsmodelle kopiert.

Die wachsende Mittelschicht in dem Land dürfte dankbarer Abnehmer der Smartphones, Tablets und Fernseher sein. Bereits heute gibt es rund 630 Millionen Smartphone-Nutzer in China. Das wird ein harter (Preis-)Wettbewerb für Apple, deren iPhone 6 kurz nach Produktstart in den USA auch bei den drei großen chinesischen Mobilfunkprovidern im Angebot ist.

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