6 Regeln für mehr Sicherheit bei Android-Geräte

Sicherheit Android Malware virenAndroid gerät immer wieder wegen Schadsoftware, betrügerischer Apps und Sicherheitslücken in die Schlagzeilen. Die freie Zugang zum Play-Store für Entwickler machte das Betriebssystem zu einem attraktiven Ziel von Hackern und Betrügern. Mittlerweile testet Google bei der Zulassung in den Play-Store Apps mit seinem Dienst Bouncer auf Viren, Schädlingen, Trojanern und anderer Malware. Dies ist kein absoluter Schutz, aber eine erste Hürde.

Darüber hinaus gibt es einige Regeln, die zwar keinen absoluten Schutz bieten, doch das Risiko reduzieren Opfer eines Virenbefalls oder Betrugs zu werden.

  1. Nur Apps aus dem Google Play-Store installieren, denn nur die wurden vom Bouncer (Türsteher) überprüft. Doch auch hier lauern Gefahren. Schadhafte Apps tarnen sich als bekannte Spiele und Anwendungen oder zumindest als nützliche Helfer für namhafte Apps.
    Dass es hier keinen absoluten Schutz gibt, zeigt das Beispiel WhatsApp. Die weit verbreitete Messenger-App fällt immer wieder durch scheunentorgroße Sicherheitslücken auf. Aktuell rät Heise von der Nutzung des Messengers ab. In der aktuellen Version (2.8.2673 ) kann ein Hacker mit wenig Aufwand (Rufnummer und Gerätenummer) ein WhatsApp-Konto übernehmen und im Namen des Nutzers Nachrichten verschicken.
  2. Aktivieren Sie die Option Apps verifizieren.
  3. Achten Sie darauf, welche Rechte eine installierte App einfordert. Sensibel sind der Zugriff auf Netzwerkkommunikation, Ihre Konten sowie Kostenpflichtige Dienste. Ein Spiel muss nicht zwingend auf Ihr Adressbuch oder die Ortungsfunktion zugreifen. Gehen Ihnen die geforderten Rechte zu weit, verzichten Sie lieber auf die App und schauen nach Alternativen.
  4. Vorsicht vor dem Root-Zugriff. Aus Sicherheitsgründen werden App standardmäßig in einem isolierten Bereich (Sandbox) installiert. Für manche Funktionen benötigen bzw. erbitten die Apps einen Root-Zugriff. Damit bekommen die Programme Zugang zu sämtlichen Bereichen des Geräts. Wenn Sie nicht sicher sind, warum die App diesen Zugang benötigt und was sie damit anstellt, sollten Sie nicht „rooten“.
  5. So wie kein Rechner mehr ohne Firewall und Viren-Scanner auskommt, sollte auch das Smartphone und Tablet geschützt werden. Hier gibt es mehrere Optionen: Die bekannten Namen aus dem Desktop-Bereich wie Kaspersky, Norton und McAfee bieten Lösungen. Der Mobilfunkprovider O2 bietet mit O2 Protect eine App. Die Premium-Variant (1,99 €/Monat) erweitert den Virenscanner um einen Verlust- und Diebstahlschutz inklusive Cloud-Backup.
    Verwenden Sie die Funktion Apps verifizieren (ab Android 4.2)
  6. Schauen Sie regelmäßig nach Updates des
    Betriebssystems, die neuen Versionen schließen u.a. Sicherheitslücken.

Wenn nicht nur Sie mit dem Smartphone oder Tablet surfen, sondern auch Ihre Kinder und Sie möchten wissen wie lange und auch welchen Seiten sich der Nachwuchs tummelt bzw. bestimmte Seiten ausschließen, dann gibt es Lösungen wie den Chico Browser. Die App ist kostenlos, doch müssen Sie den Dienst von Salfeld auf der Homepage buchen (29,95€/Jahr).

„Viele Eltern sehen die Vorteile der Geräte, sind aber auch sehr besorgt wegen der Gefahren. Vor allem der Internet-Anschluss wird sehr kritisch gesehen. Gern würden die Eltern ihren Kindern ein Tablet oder ein Android-Smartphone spendieren, wenn nur die offene Frage nach der Sicherheit im Internet geklärt wäre. Aus diesem Grund haben wir unsere Erfahrungen mit der Kindersicherung für Windows genutzt und einen sicheren Web-Browser für Android entwickelt“, sagt Dierk Salfeld. Auf der Webseite legen Sie Zeitintervalle für die Nutzung fest, rufen Surfprotokolle ab und erstellen Black- bzw. Whitlists (Ablehnung und Zulassung) von Webseiten.


One comment on “6 Regeln für mehr Sicherheit bei Android-Geräte
  1. Pingback: Mobiles Surfen als Wagnis - Ist Sicherheitssoftware für das Smartphone unersetzlich? | Android-Fan

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