Die Tafel Schokolade am Ohr – Samsung Galaxy Note (Teil 2)

Teil 1

Das ist alles schon sehr verspielt, aber wenn man seine „Bewegungen“ raus hat, ist es überaus praktisch. Etwas gewöhnungsbedürftig sind der Menü- und Zurück-Knopf. Sie werden nur über Beleuchtung im schwarzen Rahmen sichtbar, die geht aber nach wenigen Sekunden aus. Man muss sich also merken, dass sie da sind (und welcher wo sitzt).

Auf der Rückseite schützt ein sehr dünner "Deckel" das Innenleben des NotesDie Verarbeitung und Optik des Smartphones macht auf der Vorderseite einen sehr guten Eindruck. Nur die Rückseite enttäuscht: Der dünne Plastikrücken, den man abnehmen muss, um an Akku, SIM-Karte und SD-Karte zu kommen, wirkt billig. Er löst sich gelegentlich auch aus einer Verankerung, so dass man ihn wieder fest andrücken muss. Für ein 500-Euro Smartphone ist das enttäuschend.

Samsungs App Social Hub bündelt sämtliche Twitter- und Facebook-Nachrichten sowie alle Mails in einer Anwendung. Gleichzeitig kann man damit Kontaktdaten und Termine aus Facebook ins eigene Adressbuch bzw. den Kalender übernehmen.

Schade ist, dass in der klassischen Mail-Anwendung die HTML-Inhalte nicht auf die Bildschirmbreite angepasten werden. Insbesondere bei gestalteten Mails, also Newslettern, ist man ständig mit Wischen beschäftigt, um alles erfassen zu können.

HTML-Mail muss man erst verkleinern, um sie lesen zu könnenDie Fotos der 8-Megapixel-Kamera sind beeindruckend scharf und brillant. Die Bilder haben eine Größe von 3.264 x 2.448 Bildpunkten. Auch die Videoaufnahmen in HD-Qualität sind gelungen. Das Note hat für die Bearbeitung von Fotos und Videos jeweils einen Editor vorinstalliert. Der Video-Editor erinnert in seinem Funktionsumfang stark an Apples iMovie.

Auch die Videowiedergabe kann  auf dem großen Bildschirm beeindrucken. Ich nutze den Online-Videorekorder von Save-TV. Das Streaming im eingebauten Video-Player (H.264) ist nahezu perfekt. Hinzu kommt noch ein virtueller 5.1 Sound, wenn man einen Kopfhörer benutzt.

Zum Datenabgleich zwischen Smartphone und Rechner bietet Samsung das Programm Kies. Mit der Software für Mac und Windows kann man per WLAN oder USB-Kabel Fotos, Videos, Musik und anderen Dateien hin- und herschieben. Wer keine Software installieren mag, findet auf dem Note die App Kies Air, sie stellt im WLAN eine HTTP-Verbindung in einem Browserfenster her. Darüber lassen sich ebenfalls Datein zwischen den Geräten in beide Richtungen übertragen.

Fazit
Insgesamt macht das Note einen sehr guten Eindruck. Mit etwas über 500 Euro gehört es auch zur Oberklasse der Smartphones. Der Transport in der Hosen- oder Jackentasche ist aufgrund seiner Größe etwas unvorteilhaft. Dafür weiß man die Bildschirmgröße bei Videos und auf Webseiten zu schätzen. Getestet wurde mit Android 2.3.6, ein Update auf Icecream Sandwich (4.0) sollte demnächst möglich sein.

Was uns noch aufgefallen ist:

  • UKW-Radio mit Aufnahmefunktion, allerdings muss dazu ein Kopfhörer- oder Audiokabel angeschlossen sein, das als Antenne dient.
  • Mit Google Maps Navigation hat man eine eigene, wenn auch noch im Beta-Stadium befindliche, Navi-Anwendung mit Sprachsteuerung und Echtzeit-Verkehrsinformationen.
  • Das Note hat an beiden Seiten Knöpfe (Ein/Aus, Lautstärke). Stellt man es bei einer Video-Wiedergabe im Querformat auf den Tisch, wird die Medienwiedergabe durch Druck auf einen der beiden Knöpfe gestört.
  • Mit 2.500 mAh bekommt man einen sehr leistungsfähigen Akku, der auch mal länger als einen Arbeitstag hält (wenn man nicht dauernd Videos schaut).

Die Daten

Prozessor / Band1,4 GHz Dual-Core / Quad-Band, W-CDMA
KamerasFoto Front: 8 Megapixel (3.264 x 2.448)
Rückseite: 2 Megapixel
Video: Full HD (1.920 x 1080)
Akku2.500 mAh
Gesprächszeit (3G) bis zu 13,5 Std,
Standby (3G) bis z 820 Std.
BildschirmHP Super Amoled Touchscreen
16 Mio. Farben, 1.280 x 800 Pixel, 5,3 Zoll (13,4 cm) Diagonale
Speicherintern: 16 GB
Micro SD-Karte: bis zu 32 GB
Maße/Gewicht147 x 83 x 9,65 mm, 178 g

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