Polizei warnt vor Android-Malware

malware Android iOSDie Berliner Polizei warnt vor Betrug beim Onlinebanking, betroffen sind in erster Linie Android-Nutzer. Bei den Opfern spähte ein Trojaner auf dem Computer die Bankdaten aus, anschließend wurden sie zu einem „Sicherheitsupdate“ für ihr Smartphone aufgefordert. Doch diese Malware hat es in sich: Sendet die Bank die TAN für eine Überweisung auf das Handy (mTAN-Verfahren), wird diese SMS unbemerkt an die Täter weitergeleitet, die damit das Geld auf ein anderes Konto lenken können.

Die Polizei rät:
„Wenn Sie Onlinebankkunde sind und über Ihren PC eine vermeintliche Aufforderung Ihrer Bank zu einem Sicherheitsupdate für Ihr Handy bekommen, folgen Sie dieser keinesfalls, sondern erkundigen Sie sich bitte sofort bei ihrer Bank, ob diese Aufforderung zum Sicherheitsupdate tatsächlich von Ihrer Bank stammt. Dies gilt im Übrigen auch für sämtliche, per Mail versandte, scheinbar von Bank- und Kreditinstituten o. ä. stammende Anfragen.“

Das auf die Qualifizierung und Zertifizierung von Apps spezialisierte Unternehmen mediaTest digital präsentiert eine Statistik zum Thema App-Sicherheit mit einem alarmierenden Trend als Ergebnis. Die Analyse von 900 getesteten Apps (444 iOS und456 Android Apps) zeigt, dass Sicherheitsverstöße in Bezug auf Datensicherheit und Datenschutz bei der App-Nutzung signifikant zunehmen. Bei mehr als einem Drittel aller getesteten Apps wurden Sicherheitsverstöße aufgedeckt. In der Betrachtung des gesamten Untersuchungszeitraums von zwei Jahren zeichnet sich ein konträrer Trend bei den großen Smartphone-Betriebssystemen ab. Während die Sicherheitsverstöße bei Google-Android-Apps deutlich zunehmen, zeigt die Entwicklung bei Apple iOS einen positiven Trend auf.

Von 2011 bis heute hat mediaTest digital bei 33,5% der untersuchten Apps eklatante Sicherheitsmängel festgestellt. In der Betrachtung des laufenden Jahres liegt dieser Wert sogar noch höher. In 2012 wurden bis zum heutigen Tag schon bei 34,5% der getesteten Apps Sicherheitsverstöße registriert. Eine besonders alarmierende Entwicklung zeichnet sich auf dem von Google betriebenen Android-Betriebssystem ab: Waren 2011 noch 32,9% der getesteten Apps betroffen, so weisen zum heutigen Zeitpunkt sogar 43,6%, also fast jede zweite Android-App, Sicherheitsverstöße auf. Im Gegensatz dazu lässt die Entwicklung bei Apples Betriebssystem iOS einen positiven Trend erkennen. Im Vergleich zu 2011 (32,9% der getesteten Apps von Verstößen betroffen) wurden im Jahr 2012 nur noch bei 25,9% der Apps Sicherheitsmängel registriert. Für die Auswertung der Ergebnisse zeigte sich erstmals das Testlabor „mTd Labs“ verantwortlich. Dieses wurde kürzlich als Joint Venture zwischen mediaTest digital und dem rennomierten Datenschutzunternehmen praemandatum gegründet. mTd Labs ist ab sofort für die technische Durchführung aller App-Tests im Auftrag von mediaTest digital zuständig. Als Verstöße wertet mTd Labs den ungefragten Versand der UDID oder IMEI (eindeutige Gerätekennung) an Dritte, z.B. Analyseunternehmen oder Werbetreibende. Weitere Informationen wie Adresskontakte, GPS-Standortdaten, Passwörter, Mobilfunkanbieter und weitere sensible Daten gehören ebenfalls dazu.

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