Moto X Play – der bunte Dauerläufer

moto-x-play Nachdem Google sich von Motorola getrennt hat und nur die Patente auf Technologien behalten ist, zeigt das neue Moto X Play wohin die Reise unter dem neuen Eigentümer, dem chinesischen PC-Hersteller Lenovo gehen soll. Es wird bunt! Der Käufer kann zwischen unterschiedlichen Farben für die Rückseite wählen. Auf Wunsch gibt es auch eine Gravur auf die rutschfeste Kunststoffrückseite. Der Name oder eine andere Begrüßungs kann beim Start des Smartphones im Bildschirm angezeigt werden. Das ist praktisch, falls man mal beweisen muss, dass einem dieses Smartphone gehört oder bei einem Treffen identische Geräte auf dem Tisch liegen.

Energie für den ganzen Tag

Die Individualisierungs-Optionen sind nett, doch was eher für die Anschaffung sprechen dürfte, sind der Akku und der Spritzwasserschutz. Motorola bewirbt die „Akkupower für mehr als einen Tag“ Nutzung (bis zu 48 Stunden). Gut, das kommt ganz auf die individuelle Nutzung als auch die Umgebungstemperatur an. Der wiederaufladbare Akku fasst jedenfalls 3.630 mAh. Unstrittig dürfte dagegen der Spritzwasserschutz sein. Eine Nano-Beschichtung sorgt dafür, dass verschütteter Kaffee, Wasserspritzer oder leichter Regen nicht gleich größeren Schaden anrichten. Untertauchen darf man dieses Smartphone natürlich nicht.

Das 169 Gramm leichte Gerät mit einem 5,5 Zoll HD-Display kommt mit Android Lollipop (5.1.1) und dürfte sich an Smartphone-Einsteiger oder -Wechsler richten. Das Moto X Play bei Sparhandy kostet ab 4,95 Euro pro Monat mit Vertrag oder 349,00 Euro ohne Vertrag. Die Ausstattung ist nicht Top-of-the-Line, aber solide und zeitgemäß. Wem die 16 GB Speicher nicht ausreichen, kann mit einer microSD-Karete (bis zu 128 GB) nachhelfen. Im Chip-Test schneidet das Smartphone gut ab. Wir hatten leider noch kein Testgerät in der Hand.

Foto- und Videokamera punkten

Beim Blick auf die Specs wird jedoch schnell deutlich, dies ist ein praktisches Foto-Handy. Wer in jeder Lebenslage mit seinem Smartphone fotografiert und filmt, wird die 21 Megapixel-Kamera zu schätzen wissen. Sie liefert beeindruckend scharfe Bilder und Videos. Fotoaufnahmen sind mit einem Fingertipp an einer beliebigen Stelle des Bildschirms möglich. Mit Wischbewegungen fokussiert der Nutzer bestimmte Bereiche oder verändert die Belichtung. Dabei unterstützt auch ein Doppel-LED-Blitz, der automatisch Farbkorrekturen vornimmt. „Totgeblitzte“, kalkweiße Gesichter bei Porträtaufnahmen in dunkler Umgebung sind damit Geschichte. Die Rückseiten-Kamera liefert auch HD-Videoaufnahmen. Auf Wunsch auch in Zeitlupentempo – ein Riesenspaß beim Sprung in den Pool, tobenden Kindern oder anderen sportlichen Aktivitäten.

Das Moto X Play arbeitet mit zwei GB Arbeitsspeicher und ein 1,7 GHz-Quallcomm Snapdragon 615 Octa-Core-CPU sorgt für eine schnelle Datenverarbeitung. Die Daten kommen im Mobilfunknetz per LTE (4G) oder per WLAN (802.11 a/g/b/n) auf das Gerät. Für den Nahbereich bietet es Bluetooth (4.0) und NFC (z.B. für Bezahlvorgänge oder Kopfhörerverbindungen).

Ob sich das Moto X Play im Massenmarkt von seinen Wettbewerbern absetzen kann, bleibt abzuwarten. Die Ausstattung ist solide, aber eben nicht überragend. Da wird Lenovo zukünftig nachlegen müssen, damit man Motorola weiterhin zu den führenden Smartphone-Anbietern zählen kann.

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