Der Trend zum Mobile Gaming lässt Konsolen alt aussehen

Bis 2017 wird der weltweite Markt für Mobile Gaming ein Volumen von über 40 Milliarden Dollar erreichen, so die Schätzungen von Newzoo. Trifft die Vorhersage ein, wäre das ein Plus von 134 Prozent gegenüber 2013. Schon jetzt ist klar, Mobile Gaming zieht an den Konsolen vorbei.

Statista Mobile GamingDer Mobile Trend im Bereich Gaming ist leicht nachzuvollziehen: Konsolen erfordern eine höhere Einstiegsinvestition (Anschaffung, teurere Spiele) und sind an einen Ort gebunden. Die aufwändigen Rollen- und Strategiespiele erfordern einen höheren Zeitaufwand vom Spieler, den Berufstätige nur selten aufbringen können oder wollen. Das erklärt auch den Erfolg der so genannten Casual Games, die auch die Mobile Trend GmbH auf den Markt bringt. Ein Smartphone oder Tablet hat inzwischen fast jeder Haushalt. So hat der mobile Trend beim Gaming zu einfach konzipierten Spielen, die per Touchscreen bzw. Neigungssensoren gesteuert werden zu einem unglaublichen Boom als auch Erfolgsgeschichten geführt. Bekannte Beispiele sind Temple Run, das der Amerikaner Keith Shepard zusammen mit seiner Frau im heimischen Wohnzimmer entwickelte und zu einem Welterfolg in zwei Teilen wurde. Oder das finnische Unternehmen Rovio, dass 2009 kurz vor der Pleite stand und dann mit dem 52. Spiel den Durchbruch schaffte: Angry Birds. Der Rest ist Geschichte. Heute beschäftigt das Unternehmen 800 Menschen, ist groß im Merchandising-Business tätig und betreibt inzwischen vier Freizeitparks mit den Fahrgeschäften im Look der wütenden Vögel.

Weltweite Marktchancen

Eine Spieleentwicklung ist technisch und grafisch nach wie vor aufwändig. Und von zehn Spielen wird im besten Fall nur eins ein Hit. Das ist vor allem für kleinere Entwicklungsstudios ein großes wirtschaftliches Risiko. Zudem werden die beliebten Casual Games von den Spielern nur einige Wochen intensiv genutzt und dann durch einen neuen Titel ersetzt. Auf der anderen Seite bieten die App-Stores den Entwicklern ein globales Schaufenster. Solange ein Spiel mit wenig Sprache auskommt und die Übersetzungsarbeiten überschaubar bleiben, kann man sein Spiel weltweit verkaufen.

Somit dürfte der mobile Trend beim Gaming anhalten. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Das Smartphone oder Tablet ist immer mit dabei. Es geht bei den Casual Games um eine kurze Ablenkung oder die Überbrückung von Warte- oder Fahrzeit.
  • Soziale Netzwerke wie Facebook liefern Anreize, neue Spiele auszuprobieren.
  • Miteinander gegeneinander: Die ständige Datenverbindung ermöglicht das Suchen und Finden von Gegenspielern. Der Leistungsvergleich ist ein großer Anreiz.
  • Das Freemium-Modell ist praktisch für die Nutzer. Sie können das Spiel erst Mal ausprobieren. Später, wenn sie weitere Level oder digitales Zubehör benötigen, werden sie zur Kasse gebeten. So lassen sich günstig mehrere Spiele ausprobieren.

Liegen die Preise für Top-Spiele bei Konsolen zwischen 20 und 30 Euro, gibt es die beliebtesten Spiele in der App-Version bereits für unter 5 Euro. Gleichzeitig haben die mobilen Geräte eine beispiellose technische Entwicklung in Sachen Rechenpower, Grafikleistung und Display hingelegt.
Play Store Spiele

 

Berufschance Mobile Gaming

Bei diesen Zukunftsaussichten ist die Spiele-Branche ein ernsthaftes Berufsumfeld. In Deutschland ist die Games-Industrie besonders stark in Berlin vertreten. Die Hauptstadt bietet ein riesiges und vielfältiges Netzwerk an Unternehmen, Verbänden, Institutionen und ein umfangreiches Bildungsangebot. Hier gestaltet die Spiele-Entwicklerszene die Mobile Trends der kommenden Jahre. Der Fokus dabei liegt vor allem auf den Bereichen Social Games, Online- und Browser-Games, Mobile Games, Serious Games, virtuelle Welten, Edutainment und E-Learning. Wer sich eine berufliche Zukunft als Game Developer vorstellen kann, profitiert von dem Bildungsangebot der Games Academy, deren Standorte sich in Berlin und Rhein-Main befinden.

statista_umsatz-mit-mobile-games-in-deutschland-von-2012-bis-2016

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