Android-Counterclank: Schadsoftware oder Effekthascherei?

Malware oder der Kampf zweier Sicherheitsunternehmen um Aufmerksamkeit? Derzeit ist unklar, wie schädlich Android.Counterclank in Apps wirklich für Nutzer ist. Das Sicherheitsunternehmen Symantec hat eine Warnung, wenn auch mit geringem Sicherheitsrisiko, herausgegeben, da der Trojaner den Prozess Apperhand auf dem Smartphone startet. Gefunden wurde Android.Counterclank in 13 Apps der Anbieter iApps7, Ogre Games und redmicapps. Die betroffenen Apps heißen u.a. Counter Strike Hit Enemy, Wild Man und Sexy Woman Puzzle.

Das Sicherheitsunternehmen Lookout widerspricht Symantec, dass es sich hier um Malware handelt. Es sei lediglich um eine aggressive Form von Werbung, die das Unternehmen allerdings auch ablehne. Apperhand erinnere dabei an die ChoopCheecc Plattform, die im Juni 2011 auftrat sowie an Plankton. Laut den Experten von Lookout passiert in den infizierten Apps folgendes:

  • Die Gerätenummer (IMEI) des Nutzers wird an einen Server übertragen, allerdings nicht offen, sondern für Dritte nicht sichtbar (Forward Hash).
  • Apperhand kann Push Meldungen an den Nutzer senden.
  • Es wird ein Suchfenster dem Desktop hinzugfügt.
  • Es können Lesezeichen im Browser abgelegt werden, ohne dass der Nutzer dem zugestimmt hat.

Betroffene können über die Prozessverwaltung Apperhand stoppen. Schaut in den Einstellungen / Anwendungen / Laufende Dienste nach dem gleichnamigen Eintrag und beendet ihn. Die betroffenen Apps erfordern nach dem Download etliche Rechte bei der Installation auf dem Smartphone oder Tablet. Hier sollten Anwender bereits skeptisch sein.

Ist Android.Counterclank mit Apperhand wirklich eine Bedrohung für App-Nutzer oder misbrauchen Sicherheitsfirmen die Verunsicherung der Anwender zu PR-Zwecken? Diskutiert mit in unserm Forum.

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